Die Qualzucht – immer noch Thema

Hinter niedlichen Gesichtern und extremen Merkmalen verbirgt sich oft lebenslanges Leid. Viele Hunde und Katzen leiden unter schweren gesundheitlichen Schäden, die allein für Schönheitsideale herangezüchtet wurden. Tierschutz bedeutet, dieses Leid sichtbar zu machen und Verantwortung zu übernehmen.

Keine Luft zum Atmen: Das Leid mit der platten Nase

Rassen wie Mops, Französische Bulldogge, Boxer oder Pekinese leiden unter der gezielten Kurzköpfigkeit (Brachyzephalie). Was oft als niedliches Schnarchen abgetan wird, ist in Wahrheit akute Atemnot. Jedes Hecheln, jeder warme Sommertag und jedes normale Spielen wird für diese Tiere zur ständigen Sauerstoffqual. Auch bei bestimmten Katzenrassen wie Perserkatzen führt die Verformung des Schädels zu chronischen Augen- und Atemwegserkrankungen.

Deformierte Skelette und tödliche Gendefekte

Extrem gezüchtete Rassemerkmale fordern bei vielen Tieren einen hohen gesundheitlichen Preis. Dackel und Deutsche Schäferhunde leiden häufig unter chronischen Schmerzen durch schwere Wirbelsäulen- und Hüftdeformationen. Noch dramatischer ist die Situation beim Dobermann: Aufgrund angezüchteter Gendefekte versterben bis zu 60 Prozent der Tiere an der tückischen Herzerkrankung DCM. Schönheit darf niemals über der Gesundheit und Schmerzfreiheit der Tiere stehen.

Hinschauen, aufklären und aktiv handeln

Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Tieres gründlich über typische Krankheitsbilder und meiden Sie unseriöse Zuchten. Unterstützen Sie wirksame Kampagnen gegen Qualzucht – wie die aktuellen Aktionen der Organisation VIER PFOTEN, die wertvolle kostenlose Infopakete zur Weiterverbreitung anbietet. Setzen wir gemeinsam ein klares Zeichen gegen tierquälerische Zuchtstandards.