Tierheime: Zwischen Engagement und finanzieller Not
Tierheime sind das Rückgrat des Tierschutzes in Deutschland. Sie bieten heimatlosen Tieren Zuflucht und Pflege. Doch die Realität sieht oft anders aus: Viele Tierheime kämpfen ums Überleben. Erfahren Sie hier, warum staatliche Unterstützung dringend notwendig ist und wie Sie helfen können.
Spenden Sie für Ihr örtliches Tierheim
Spenden Sie an Ihr örtliches Tierheim – so wissen Sie, dass Ihre Spende dort hilft, wo es wirklich nötig ist. Viele Tierheime bieten sonntags einen Tag der offenen Tür an, wo Sie sich direkt ansehen können, wie Ihre Spende hilft. Lassen Sie sich eine Spendenquittung ausstellen, damit Sie die Spende von der Steuer absetzen können.

Die finanzielle Lage der Tierheime
Tierheime in Deutschland erhalten staatliche Unterstützung primär für kommunale Pflichtaufgaben und bestimmte Investitionen, bekommen jedoch keine flächendeckende Übernahme ihrer laufenden Betriebskosten.
Wofür Tierheime staatliche Unterstützung erhalten
- Fundtierpauschalen: Städte und Gemeinden zahlen vertraglich geregelte Pauschalen oder Kostenerstattungen für die Aufnahme und Versorgung von behördlich gemeldeten Fundtieren, da die Kommune gesetzlich für diese zuständig ist.
- Kosten für behördliche Beschlagnahmungen: Werden Tiere vom Veterinäramt wegen Vernachlässigung oder Tierquälerei beschlagnahmt und im Tierheim untergebracht, müssen die Behörden bzw. die Halter für die Unterbringungskosten aufkommen.
- Projekt- und Investitionsförderung der Länder: Einige Bundesländer (wie Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen oder Baden-Württemberg) stellen Sonderbudgets für bauliche Sanierungen, Modernisierungen, energetische Maßnahmen oder Katzenkastrationsaktionen zur Verfügung.
Wofür Tierheime keine staatliche Unterstützung erhalten
- Laufende Betriebskosten: Strom, Wasser, Heizung, Instandhaltung und die regulären Gehälter der Tierpfleger werden vom Staat nicht pauschal oder kostendeckend übernommen.
- Private Abgabetiere: Wenn Privatpersonen ihr eigenes Haustier im Tierheim abgeben, gibt es dafür keine staatlichen Zuschüsse. Die Kosten müssen über Abgabegebühren und Spenden gedeckt werden.
- Allgemeiner Investitionsstau & Bundesmittel: Der Bund leistet trotz früherer politischer Zusagen im Regelfall keine direkte institutionelle Basisfinanzierung oder Bundesförderung für die Sanierung von Tierheimen, da dies rechtlich in die Zuständigkeit der Länder und Kommunen fällt.
Der Großteil der Kosten (oft 60 bis 90 Prozent je nach Einrichtung) muss daher über private Spenden, Mitgliedsbeiträge, Patenschaften und Nachlässe finanziert werden.

Warum private Unterstützung so wichtig ist
Ohne die großzügige Unterstützung privater Spender und ehrenamtlicher Helfer wären viele Tierheime längst bankrott. Der Staat muss Tierheime besser unterstützen und kann nicht alles auf private Spenden abwälzen. Diese Abhängigkeit von Spenden macht die Tierheime extrem anfällig für wirtschaftliche Schwankungen und erschwert eine langfristige Planung. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, sicherzustellen, dass diese Einrichtungen ihre wichtige Arbeit fortsetzen können. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Tierheime die finanzielle Sicherheit erhalten, die sie verdienen.

Wie Sie helfen können
Jede Hilfe zählt! Nachdem Sie diese Seite besucht haben, gibt es verschiedene Wege, wie Sie die lokalen Tierheime unterstützen können. Engagieren Sie sich ehrenamtlich, spenden Sie Geld oder Sachgüter, oder beteiligen Sie sich an Petitionen, die eine bessere staatliche Finanzierung fordern. Besuchen Sie Ihr heimisches Tierheim, lernen Sie die Tiere kennen und überlegen Sie, ob Sie einem Tier ein neues Zuhause schenken können. Gemeinsam können wir sicherstellen, dass unsere Tierheime weiterhin die Zuflucht bieten, die unsere Tiere verdienen.
Der Tierschutzbund verklagt derzeit die Bundesregierung auf Einhaltung ihres Koalitionsversprechens - unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!
Sie gehen gerne spazieren, haben aber selber keinen Hund? Viele Tierheime freuen sich über ehrenamtliche Helfer, die ihre Hunde ausführen - und Sie leisten einen wichtigen Beitrag für das Wohlbefinden des Hundes.
Oder lieben Sie Katzen? Katzenstreicheln ist gut für die Seele - viele Tierheime suchen ehrenamtliche Katzenstreichler, die die Tiere besuchen und sie mit Streicheleinheiten verwöhnen.
Sie möchten lieber die Ärmel hochkrempeln und richtig zupacken? Die Instandhaltung der Unterbringung und die Pflege der Aussenanlagen sind tägliche Herausforderungen - die Tierheimmitarbeiter freuen sich sicherlich über Ihre Hilfe.
Achtung: Augen auf beim Spenden
Wie überall wo es ums Geld geht gibt es findige Organisationen, die Spendenaktionen mit Veröffentlichung von kranken, abgemagerten und verstümmelten Tieren starten...
Seien Sie wachsam. Es ist längst bekannt, das Spenden sammeln ein Geschäftszweig ist der sich lohnt...und so hilft eine spontane Spende, die Sie aus Mitleid für ein Tier vornehmen, diesem nicht immer. Lieber Seite abspeichern und sich über die Organisation informieren, die zur Spende aufruft. Dann können Sie sicher sein, daß Ihre Spende auch da ankommt, wo Sie hin soll - bei dem notleidenden Tier.