Luxus Massentierhaltung

Bei einer Seite für Tierwohl und gegen Tierquälerei kommen wir nicht umhin, über die größte und ausuferndste Tierquälerei aller Zeiten zu reden - den täglichen Konsum von tierischen Lebensmitteln, der vom Luxus zur Normalität geworden ist - die Massentierhaltung. 

Massentierhaltung und ihre Folgen

Hinter verschlossenen Stalltüren verbirgt sich täglich unvorstellbares Leid für Millionen sogenannte Nutztiere. Die Nachfrage bestimmt das Angebot: Solange tagtäglich Billigfleisch konsumiert wird wird dieses System bestehen bleiben. Tierschutz beginnt bei unserem eigenen Konsumverhalten und unserer gemeinsamen Stimme gegen diese Ausbeutung.

Tierleid in den Ställen

Eingepfercht auf engstem Raum, oft ohne Tageslicht und auf harten Vollspaltenböden: Schweine, Rinder und Hühner fristen in der industriellen Tierhaltung ein schmerzhaftes Dasein. Natürliche Bedürfnisse werden komplett ignoriert, Krankheiten und Verletzungen sind an der Tagesordnung. Dieses Leid darf nicht länger unsichtbar bleiben.

In einer Initiative für den Rückgang der Massentierhaltung sind kürzlich einige der größten Discounter vorgesprintet und haben angekündigt, auf eine hochwertigere Haltungsform umstellen zu wollen und die Haltungsformen 1 und 2 auf Dauer nicht mehr anbieten zu wollen.

Solange jedoch die Nachfrage nach Billigfleisch hoch ist und die Landwirtschaft nicht stärker gefördert wird, wenn sie ihre Produktion umstellen will, wird es schwierig, dieses Ziel zu erreichen - und somit auch die Verfügbarkeit zu garantieren.

Obwohl zunehmend auf Nachhaltigkeit und Tierwohl Wert gelegt wird, spiegelt sich das nicht in Zahlen wider - nach wie vor macht der Konsum von Bio-Produkten nur etwa 6,5 % vom Gesamtaufkommen aus - bei Fleisch sind es tatsächlich nur 3,5 bis 4 %.

Qualvolle Lebendtiertransporte

Tagelange Transporte quer durch Europa und in Drittstaaten bedeuten für die Tiere extremen Durst, Hitze, Enge und Todesangst. Die unzureichende EU-Transportverordnung lässt skandalöse Zustände weiterhin zu. Wir fordern ein konsequentes Verbot dieser grausamen Langstreckentransporte und ein Umdenken in der europäischen Gesetzgebung.

Verantwortung übernehmen und handeln

Veränderung beginnt auf unseren Tellern: Reduzieren Sie tierische Produkte, verzichten Sie auf Billigfleisch und achten Sie bewusst auf Herkunft und Haltung. Unterstützen Sie zudem wichtige Tierschutzinitiativen wie den offenen Protestbrief des Deutschen Tierschutzbundes sowie private Petitionen, um gemeinsam politischen Druck auszuüben.